WIYS und Aufstellungen

Walken

Ich habe Walken so erlebt, dass der Fokus auf den Gefühlen und Emotionen des Einzelnen liegt. Die Phänomenologie entfaltet sich aus dem Fokus auf dem Wahrnehmen und Fühlen. Es kann sich u.U, auch etwas Systemisches zeigen, muss es aber nicht. Walken ist in der Regel zeitlich unter 20 Minuten. Es kann aber mit Folge-Walks gearbeitet werden, um aufzugreifen, wenn noch etwas offen geblieben ist. Auch Walken von Traumata im Sinne von Peter Levine ist in der Methode möglich.

In der Regel walkt eine oder 2 Personen, man kann auch sein Thema selber gehen. Ein Detail ist, dass beim Walken der Walker sich immer frei bewegen kann, ich habe aber auch Aufstellungen erlebt, wo die Stellvertreter sich ihren Platz gesucht haben.

Aufstellungen

Aufstellen habe ich als sehr vielfältig erlebt. Es gibt viele unterschiedliche Stile der Leitung und der Technik, nicht zuletzt durch die verschiedenen Stile und Entwicklungslinien, begründet durch Hellinger und anderen.

Der Fokus ist m.E. in der Regel auf Systeme in ihrem komplexen Zusammenspiel gerichtet, auch wenn die Formate natürlich sehr unterschiedlich sind. Natürlich wird auch gefühlt und es sind Emotionen im Spiel – oder werden als ein Element aufgestellt. Zeitlich kann es bei einem Anfänger auch schon mal 2 Stunden dauern. Es gibt Formate und Techniken, wo man wie beim Walken nicht eine ganz Gruppe benötigt, aber mit Hilfe einer Gruppe aufzustellen ist hilfreich.

Sie finden übrigens meine angebotenen Aufstellungen hier.

Fazit

Im Grunde bedienen sich beide Systeme, das Aufstellen und das Walken, aus demselben Feld und die Methoden unterscheiden sich in Details, wie die Fragestellungen, die Anzahl der Personen im Feld und der Dynamik der Sitzung, so wie sich einzelne Aufstellungen auch voneinander unterscheiden. Ich habe viele verschiedene Ansätze bei Aufstellungen kennengelernt, so dass man die beiden Methoden (Aufstellungen und Walking-In-Your-Shoes)  nicht im Detail vergleichen kann; denn ich müsste dazu sagen, mit welchen Aufstellungsstil ich vergleiche.

Wichtig ist in beiden Fällen für den Leiter der Sitzung, seiner Intuition zu folgen, diese vor die Regeltreue zu stellen und das bestmögliche für den Ratsuchenden (so nennen wir den Auftraggeber beim Walken) zu erreichen, ohne ihn zu überfordern.

Mein Fazit ist, dass ich komplexe Systeme lieber aufstelle, aber gern mit einem kleinen Walk herausfinde, worum es geht, wenn das noch nicht von Anfang an klar ist.

Und es gibt bestimmte Fragestellungen, für die ich lieber walke als aufstelle; zum Beispiel bei dem Thema „Gefühle integrieren“. Das ist aber sicher Geschmackssache.

 

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